Weiterbildung auf hohem Niveau

Die Unternehmen der M+E-Industrie engagieren sich stark für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Im Jahr 2016 haben 80 Prozent der Betriebe ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterbildung angeboten und dafür mehr als 4 Milliarden Euro investiert. Häufiger als in anderen Branchen findet die Weiterbildung in der M+E-Industrie in der betrieblichen Arbeitsumgebung statt.

Die M+E-Unternehmen nutzen stärker als andere Wirtschaftszweige das komplette Spektrum an Weiterbildungsangeboten, bestehend aus Lehr- und Informationsveranstaltungen, Lernen im Prozess der Arbeit sowie selbstgesteuertem Lernen mit Medien.

Knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die Einführung neuer digitaler Technologien den Weiterbildungsbedarf ihrer Belegschaft gesteigert hat. Neben den technischen Aspekten haben die M+E-Unternehmen eine Vielzahl von personalpolitischen Beweggründen für ihre hohen Investitionen in die betriebliche Weiterbildung. Das Spektrum reicht von Investitionsmotiven wie Fachkräftesicherung über Reputationsmotive wie Mitarbeitermotivation bis hin zu sozialen Motiven wie der gesellschaftlichen Verantwortung.

Was sind die wesentlichen Kompetenzen, die mit den Weiterbildungsmaßnahmen in der M+E-Industrie vermittelt werden? An erster Stelle steht das berufliche Fachwissen. Rund 70 Prozent der Unternehmen schulen hierin ausgewählte Mitarbeiter, weitere 24 Prozent sogar eine größere Mitarbeitergruppe.

Auf Rang zwei folgt die Weiterbildung zum Erwerb von IT-Anwenderkenntnissen, denn die M+E-Industrie hat im Prozess der Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft eine Leitfunktion.

Rund 42 Prozent der Unternehmen nutzen die Weiterbildung in den IT-Anwenderkenntnissen für ausgewählte Mitarbeiter und weitere 8 Prozent für größere Gruppen von Mitarbeitern. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf den durch die Digitalisierung hervorgerufenen Weiterbildungsbedarf der Branche.

Das deckt sich auch mit dem Ausbildungsverhalten der Unternehmen: In den Jahren 2016 und 2017 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den technischen IT-Berufen viel stärker gestiegen als in den Metall- und Elektroberufen.

Die Digitalisierung ist aber nicht nur ein wichtiger Grund für die Weiterbildung, sondern sie bietet auch neue Instrumente und digitale Lernformen. So greifen die M+E-Betriebe in der Weiterbildung häufig auf Literatur, Bedienungsanleitungen und Lehrmaterial in elektronischer Form sowie auf interaktives webbasiertes Lernen zurück.

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(Quelle: iwd vom 05.07.2018)

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