Strukturbericht der M+E-Industrie

Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) ist mit rund 3,9 Millionen Beschäftigten das Herz der Wirtschaft. Doch von dieser Branche hängen noch viele weitere Arbeitsplätze ab. Das zeigt der neue M+E-Strukturbericht 2017, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Auftrag von Gesamtmetall erstellt hat. Erstmals wurde der gesamtwirtschaftliche Einfluss der M+E-Unternehmen untersucht. Ergebnis: Insgesamt sorgen die M+E-Unternehmen für mehr als 21 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. Das sind etwa 600 Milliarden Euro im Jahr. Zudem hängen an der M+E-Wirtschaft 18 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland – also rund acht Millionen Beschäftigte.

Der Bericht macht deutlich, wie wichtig eine dynamische M+E-Industrie für die deutsche Wirtschaft ist. Doch wird es für die Unternehmen immer schwieriger, produktiv zu wirtschaften. Beispiel Arbeitskosten: Nur drei europäische Länder – Dänemark, Belgien und Schweden – liegen über dem deutschen Niveau. Arbeit ist in der Industrie inzwischen so teuer, dass Investitionen in den Aufbau neuer Kapazitäten fast ausschließlich im Ausland stattfinden, und zwar vor allem aus Kostengründen. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode wurden reihenweise politische Entscheidungen getroffen, die die Sozialausgaben auf Rekordniveau getrieben haben. Die Rente mit 63 und die Mütterrente sind beste Beispiele dafür.

Strukturbericht für die M+E-Industrie

Zurück