LKA warnt vor sog. Geschäftsführer-Betrug"

Das Landeskriminalamt Sachsen macht erneut auf das Phänomen des „Geschäftsführer-Betruges“, auch CEO-Fraud genannt, aufmerksam. In Deutschland ist dieses speziell gegen Unternehmen gerichtetes Betrugsphänomen seit 2013 zu beobachten.

Die Täter täuschen dabei - mittels gefälschter E-Mail-Absenderdaten und verschleierter Telefonnummern – die Identität einer ranghohen Person des Unternehmens (CEO – Chief Executive Officer) vor und veranlassen autorisierte Mitarbeiter der Buchhaltungs– und Finanzabteilungen, hohe Geldbeträge auf vorgegebene Zielkonten im Ausland zu überweisen. Angeblich geheim zu haltende Transaktionen, etwa im Zusammenhang mit dem Kauf oder der Übernahme fremder Unternehmen im Ausland, werden dazu häufig als Anlass genannt. Oft geht die erste Kontaktaufnahme einher mit nachfolgenden Anrufen durch angebliche Anwälte, Mitarbeiter von Consultingfirmen oder Behörden. Diese haben das Ziel, beim mutmaßlichen Opfer Vertrauen herzustellen bzw. die Glaubwürdigkeit des Anliegens zu unterstreichen.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche „CEO-Fraud“ rät das Landeskriminalamt Sachsen:

  • Informieren Sie bei verdächtigen E-Mail Nachrichten, im Sinne des oben beschriebenen Phänomens, Ihre Geschäftsleitung oder einen Vorgesetzten, unabhängig von dem in der E-Mail angedachten oder vorgegebenen Weg.
  • Überprüfen Sie verdächtige E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise.
  • In den meisten bekannten Fällen fanden Voraufklärungen im Internet statt. Achten sie deshalb sehr genau darauf, welche Informationen über Ihre Firmenstrukturen und handelnde Personen auf Internetplattformen zu entnehmen sind.
  • Die Täter gehen professionell vor und nutzen auch bei der Annäherung an Ihre Mitarbeiter die üblichen Umgangsformen zwischen Leitungsebene und Mitarbeitern. Auch durch die Verpflichtung zur Verschwiegenheit in den betrügerischen Mails sollten firmeninterne Kotrollmechanismen nicht außer Kraft gesetzt werden können!
  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter und stellen Sie sicher, dass Vorsicht und (eventuell auch unbegründete) Nachfragen nicht negativ bewertet werden!

(Quelle: LKA)

Zurück