IW-Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit

Aus Sicht der Beschäftigten und der Personalverantwortlichen hat der Anteil an Unternehmen zugenommen, die als ausgeprägt familienfreundlich bezeichnet werden können.

Traditionell bildet der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit das personalpolitische Engagement der Unternehmen in fünf Handlungsfeldern ab:

1. Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorganisation

2. Elternzeit und Elternförderung

3. Kinderbetreuung

4. Angebote bei häuslicher Betreuung von nahen Angehörigen

5. Familienservice/Informations- und Beratungsangebot

Der zeitliche Vergleich zeigt, dass die Verbreitung zahlreicher familienfreundlicher Maßnahmen in den Unternehmen weiter gestiegen ist. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um familienpolitische Leitbilder, insbesondere der Förderung einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit, sind betriebliche Unterstützungsangebote für Väter von besonderem Interesse. So haben vor allem ein ergebnisorientierter Führungsstil und Angebote, in vollzeitnaher Teilzeit zu arbeiten, deutlich an Bedeutung gewonnen.

Ob das personalpolitische Engagement der Betriebe am Ende auch den Wünschen und Bedürfnissen der Beschäftigten entspricht, lässt sich an der Zufriedenheit der Beschäftigten hinsichtlich der Vereinbarkeit ihrer Arbeitszeiten mit familiären und sozialen Verpflichtungen außerhalb des Berufs erkennen. Sie ist damit ein wichtiger Gradmesser für die derzeitig erlebte betriebliche Familienfreundlichkeit in Deutschland.

Die Digitalisierung hat großes Potenzial, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Davon waren 2015 viele Unternehmen und Beschäftigte überzeugt. Der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2019 endet ebenfalls mit einem Blick in die Zukunft. Er fragt, ob mobiles und flexibles Arbeiten auch in den nächsten fünf Jahren als Faktor für eine familienfreundliche Arbeitswelt an Bedeutung gewinnen wird und welche Aspekte an seine Seite treten.

Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2019

(Quelle: IW)

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