PRESSEMITTEILUNG

06.06.09

8. SACHSENMETALL-Forum am 06.06.09 in Dresden:
Mit Innovationen erfolgreich durch die Krise
Forschungseinrichtungen besser mit Praxis verzahnen

Zum diesjährigen SACHSENMETALL-Forum, bei dem sich heute mehr als 120 Unternehmer der sächsischen Metall- und Elektroindustrie in Dresden trafen, stand neben der aktuellen wirtschaftlichen Lage das Thema Forschung und Entwicklung (FuE) im Vordergrund. Gastredner waren der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, und der Leiter des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, Prof. Dr. Werner Hufenbach. An der Podiumsdiskussion nahm außerdem die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, teil.

Der Vizepräsident von SACHSENMETALL, Bodo Finger, betonte in seiner Grundsatzrede die Bedeutung von Innovationen für die zukünftige internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit auch für den Wohlstand im Freistaat. „Gerade in der momentanen Wirtschaftsdepression, die auch in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie angekommen ist, müssen wir unsere Anstrengungen verstärken. Nur so können wir uns einen Vorsprung erarbeiten“, sagte Finger.

Die Unternehmen der M+E-Industrie stünden derzeit für etwa 75 Prozent aller FuE-Ausgaben in der gesamten sächsischen Wirtschaft. „Deshalb ist uns die Diskussion um den Kurs der Technologiepolitik so wichtig. Die zukünftige Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie wird darüber entscheiden, wie schnell Sachsen wieder eine der führenden Wirtschaftsregionen in Europa wird“, so der SACHSENMETALL-Vizepräsident weiter.

Finger betonte die Notwendigkeit einer besseren Vernetzung der sächsischen Forschungseinrichtungen mit der hiesigen Wirtschaft. „Kleineren Unternehmen fällt es schwerer, kontinuierlich und planmäßig Innovation zu betreiben und mit öffentlichen Forschungsinstituten zu kooperieren.“ Weder Forschungsergebnisse noch ingenieur- und naturwissenschaftliche Absolventen fänden in ausreichendem Maße den Weg von den öffentlich finanzierten Einrichtungen zu den Unternehmen der sächsischen Metall- und Elektroindustrie.

SACHSENMETALL fordert daher eine stärkere Bindung der Hochschulinstitute und Forschungseinrichtungen an die regionale Wirtschaft. „Das betrifft die Absolventenvermittlung, die Einwerbung von Drittmitteln und den Technologietransfer. Es wäre vorstellbar, Teile der Finanzierung an diesbezügliche Ergebnisse zu knüpfen“ schlug Finger vor.

Deshalb brauche man eine Neuausrichtung der Technologiepolitik. SACHSENMETALL präsentierte heute dazu acht konkrete Vorschläge. „Wir sollten beispielsweise darüber nachdenken, für mittelständische Unternehmen eine pauschalisierte Forschungsprämie einzuführen“, so Finger.

Er rief abschließend dazu auf, den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auszubauen, um gemeinsam dafür zu sorgen, dass Sachsen auch zukünftig Erfinderland bleibt und hochwertige Arbeitsplätze entstehen. „Auf diesem Fundament können wir das Haus für unsere Zukunft bauen, um zurück an die Spitze zu kommen“, schloss Finger.

Auszeichnung Im Rahmen des SACHSENMETALL-Forums zeichneten Stanislaw Tillich, Ministerpräsident Sachsens, und der SACHSENMETALL-Vizepräsident Bodo Finger erneut die besten Auszubildenden der Metall- und Elektroindustrie 2008/2009 und die engagiertesten Ausbildungsbetriebe aus (siehe separate Pressemitteilung).


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