PRESSEMITTEILUNG

05.06.10

9. SACHSENMETALL-Forum am 05.06.10 in Freiberg:
Innovationspotenzial nutzen
Mit wettbewerbsfähigen Produkten Vorsprung auf dem Weltmarkt ausbauen

Zum diesjährigen SACHSENMETALL-Forum trafen sich heute mehr als 130 Unternehmer der sächsischen Metall- und Elektroindustrie in Freiberg, um neben der aktuellen wirtschaftlichen Lage über die Schlüsselrolle von Produktinnovationen für den Ausbau des eigenen Wettbewerbsvorsprungs auf dem Weltmarkt zu diskutieren. Als Gastredner konnten der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok sowie Prof. Dr. Udo Lindemann vom Lehrstuhl Produktentwicklung der TU München begrüßt werden. An der Podiumsdiskussion nahm zudem der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion u. a. für Bildung und Forschung sowie Mitglied des Bundestages, Michael Kretschmer, teil.

Der Präsident von SACHSENMETALL, Andreas Huhn, hob in seiner Rede hervor, dass es den Unternehmern trotz der wirtschaftlich schwierigen und wenig vorausschaubaren Zeiten bislang gelungen ist, die Belegschaften weitgehend zu halten. Zwar warnte er vor übertriebener Euphorie, doch von zentraler Bedeutung sei nun, den Blick nach vorn zu richten und sich verstärkt auf innovative Produktideen zu konzentrieren. „Die Weltwirtschaft wächst und es gibt zahlreiche Chancen, an diesem Wachstum teilzuhaben. Wenn wir im internationalen Wettbewerb nicht nur bestehen sondern vielmehr unsere mittelständische Wirtschaft technologisch in ihrer großen Breite an die Weltmarktspitze führen wollen, dürfen wir nicht länger zögern“, betonte Huhn.

Die Voraussetzungen dafür sind mehr als gut. Sachsen verfügt über eine qualitativ hochwertige Wissenslandschaft und leistungsbereite Unternehmen, deren stärkere Vernetzung im Bereich FuE auch weiterhin zu forcieren ist. „Insbesondere der industrielle Mittelstand steht jedoch vor der großen Aufgabe, technologische Innovationen auch in marktfähige Produkte umzusetzen“, bestätigte der SACHSENMETALL-Präsident. Für viele mittelständische Firmen sei es schwer, Forschung und Entwicklung aus eigener Kraft und mit eigenen Ressourcen zu betreiben.

„Wir begrüßen daher das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarte Ziel einer steuerlichen FuE-Förderung, um den kleinen und mittleren Unternehmen die notwenigen Impulse zu geben – allerdings im Rahmen der beschlossenen Haushaltskonsolidierung und unter Einbeziehung der auch künftig zur Verfügung stehenden Fördermittel. Eine Neuverschuldung – da schließen wir uns der Sächsischen Staatsregierung an – ist unter allen Umständen auszuschließen“, betonte Huhn.

Um auf dem Weltmarkt erfolgreich zu agieren, stellen Partnerschaften zwischen den Ländern einen enormen Wert dar. Neben der Erschließung neuer Absatzmärkte für die eigene Technologie eröffnen sich hier umfassende Möglichkeiten in der gemeinsamen Forschung und Entwicklung sowie der Nutzung des vorhandenen Know-hows. Dabei ist Qualität „made in saxony“ gefragter denn je. „Hier gilt es, arabischen wie asiatischen Ländern noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken und stärkere Kontakte zu knüpfen. Eine enge Partnerschaft mit diesen Wettbewerbern kann und wird sich auch für Sachsen und seine Unternehmen auszahlen“, so Huhn.

Auszeichnungen
Im Rahmen des SACHSENMETALL-Forums zeichneten Sven Morlok, sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und der SACHSENMETALL-Präsident Andreas Huhn erneut die besten Auszubildenden der Metall- und Elektroindustrie 2009/2010 sowie die engagiertesten Ausbildungsbetriebe aus. Zudem wurde der alle zwei Jahre ausgelobte „Johann-Andreas-Schubert-Preis“ für die herausragende wissenschaftliche Diplomarbeiten und Dissertationen verliehen (siehe separate Pressemitteilungen).


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